Eine ganze Reihe ausgeschilderter Fahrradrouten gehen durch den Rhein-Erft-Kreis:
die „antiquierten“ klassischen Radrouten R18 und R20
die fast ebenso alte „Kaiserroute“ von Aachen nach Paderborn
der Erftradweg
die Regio-Grün-Route Köln-Kloster Knechtsteden
die
Regio-Grün-Route Köln-Erft/Parrig
die Regio-Grün-Route Köln/Volksgarten
- Bonn/Hofgarten
und zwei Rundwege innerhalb des Kreisgebietes, die vom ADFC in Zusammenarbeit mit den Kommunen ausgearbeitet und beschildert wurden:
die Bergheimer Acht und
Gesamtstrecke:
Die „Bergheimer
Acht" setzt sich aus einem ca. 33 km langen nördlichen und einem ca. 44 km
langen südlichen Teil zusammen, Gesamtstrecke ca. 77 km.
Wegbeschaffenheit:
Die Tour führt über
Radwege, befestigte Feldwege und weniger belastete Kfz-Straßen.
Quelle: Flyer der Stadt Bergheim, 4.
Auflage 6/02 und 1. Neuauflage 2007
Diese Tour ist nicht nur für Neubürger und Besucher in
Bergheim interessant, sondern auch für alteingesessene Mitbürger, die ihre
nähere Umgebung besser kennenlernen wollen. Der mit dem Allgemeinen Deutschen
Fahrrad-Club (ADFC) Ortsclub Bergheim ausgearbeitete Tourenplan bringt uns zu den
vielen, vor allem historischen Sehenswürdigkeiten in den verschiedenen
Ortsteilen, die wir auf dem gemeinsamen Weg der „Bergheimer Acht“ erreichen.
Bergheim bietet nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern hat auch viele
Angebote für Freizeit, Sport und Kultur.
Die Tourbeschreibung beginnt im Stadtzentrum an dem aus dem
14. Jh. stammenden Aachener Tor, ein noch heute genutzter
historischer Bau.
Zunächst führt uns der Weg durch den Stadtgarten am
Krankenhaus vorbei über die Zeiss-Straße in östlicher Richtung zur Kentener
Mühle. Sie liegt reizvoll an einem Seitenarm der Erft mit einem heute noch
genutzten Wasserrad. Der anschließende Weg zum Freizeitpark führt durch das
Vogelwäldchen über den Erftkanal, der von 1860 - 1870 zur Entwässerung der
ehemaligen total versumpften Erftaue errichtet wurde. Hinter dem Freizeitpark
Erftaue entstanden in den Achtziger Jahren ein Freizeitbad, Tennisanlagen und
Sportplätze.
Über die A 61 hinweg kommen wir nun auf die Römerstraße.
Die Römerstrasse ist ein Teil der aus der römischen Zeit stammenden
Straßenverbindung Köln-Aachen, deren schnurgrader Verlauf noch heute erkennbar
ist. In der Burg Thorr war ein gleichnamiges Adelsgeschlecht ansässig. Die heutige
Burg wurde 1140 erstmals erwähnt und zählte im Mittelalter zu den insgesamt 283
Rittersitzen des Jülicher Grafenhauses.
Weiter geht es nach Ahe mit dem Heimatmuseum
über einen gut ausgebauten Wirtschaftsweg, wo die Kaiserroute den
Erftkreis kreuzt und gelangen dann zur Pliesmühle.
Die Pliesmühle wurde erstmals im 17. Jh. als
Handwerksbetrieb für Waffen und Rüstungen erwähnt. Heute ist sie Sitz eines der
Gestüte um Quadrath-lchendorf.
Nicht unerwähnt bleibt, dass es in Quadrath-lchendorf
zwei sehr schöne Schlösser gibt. Das Schloss Frens wurde im 13. Jahrhundert von der in
Frenz bei Düren ansässigen edelfreien Familie gleichen Namens gegründet und ist
das wohl architektonisch reizvollste Wasserschloß im Erftkreis. Das Schloß
Schlenderhan - im 18. Jh.
errichtet - gehört zu den repräsentativsten Wasserschlössern des Rheinlandes.
Das Schloß beherbergt heute ein weltberühmtes Gestüt (nicht öffentlich
zugänglich).
An der Pfarrkirche St. Laurentius befindet sich ein sehr
schönes Café, das zur Rast einlädt. Der weitere Weg führt uns zum ehemaligen
zentralen Verkehrskreuz von Quadrath-lchendorf mit dem Glasbläserbrunnen. Der Glasbläserbrunnen
erinnert an die Ichendorfer Glashütte, ein Unternehmen, das sich durch
die Qualität seiner Erzeugnisse unter dem Namen „lchendorfer Glas“ weit über
die Region hinaus einen Namen gemacht hat, zwischenzeitlich aus
wirtschaftlichen Gründen aber nicht mehr existiert.
Wenn wir jetzt unseren Weg in Richtung Oberaußem fortsetzen,
kommen wir über die Rote-Kreuz-Straße an der Freizeitanlage „Sonnenhang“
vorbei zur Fischbachhöhe, wo sich mehrere schöne Bauernhöfe
befinden. Hier ist ein Rekultivierungsbereich mit landwirtschaftlicher Nutzung,
Freizeitanlage, Wohnbereich und gewerblicher Nutzfläche entstanden. Durch den
Rekultivierungsbereich kommen wir über die Nord-Süd-Kohlenbahn zur ausgedehnten
Glessener Höhe. Die Glessener Höhe ist ein stark bewaldeter
rekultivierter Bereich der Fa. Rheinbraun, der an den Staatsforst Ville
unmittelbar anschließt. Hier bieten sich mehrere Rundfahrten und Abstecher an,
die vom Aussichtspunkt auf der Höhe einen wunderschönen Blick auf Köln bis zum
Bergischen Land hin gestattet. Wir wählen jedoch die Strecke am Fuße der
Erhebung und können eine Rast auf dem „Hallerhof“ (Restaurationsbetrieb)
einlegen (an der nördlichen Schleife).
Hier ist auch ein weiterer Einstieg in den nördlichen Teil
der „Bergheimer Acht“. Die südliche Tour führt uns zurück über die
Nord-Süd-Kohlenbahn um den Abtsbusch am Bürgerhaus Oberaußem vorbei
zum Fortuna-Bad auf die nördliche Schleife. Hier kann auf der südlichen
Schleife über Glesch und Pfaffendorf nach Bergheim abgeküzt werden. Sollten Sie
viel Zeit mitgebracht haben, ist es ein Erlebnis, das „Fortuna-Bad“
zu besuchen.
Das
Freizeitbad gibt Ihnen Erholung pur, u. a. mit Sauna, Cafeteria, Schwimmbad, Wirlpool,
Solarium. Wenn Sie sich jetzt lieber der Radtour widmen, so fahren Sie weiter
zum Braunkohlenkraftwerk der Rheinischen Elektrizitätswerke,
welches das Ortsbild von Niederaußem bestimmt. Die Schornsteine
der Rauchgasentschwefelungsanlage sind mit ca. 200 m die höchsten Bauwerke des
Erftkreises. Die Abwärme des Kraftwerkes entweicht nicht mehr ungenutzt in die
Atmosphäre, sondern wird als Fernwärme für Niederaußem wie auch für die
Hortitherm- und Limnothermanlagen (Pflanzen- und Blumenzucht sowie Fischzuchtanlage)
genutzt.
Am Kraftwerk vorbei kommen wir nun nach Auenheim.
Hier befindet sich der Ordenshof, eine frühere Hofanlage, die
heute als städtische Begegnungsstätte genutzt wird. Auf dem weiteren Verlauf
unserer Strecke in Richtung Rheidt-Hüchelhoven begrüßt uns die
wunderschön gelegene „Burg Geretzhoven“. Die Burg, ursprünglich
kurkölner Rittersitz aus dem 16./17. Jh., ist ganz von Wassergräben umzogen,
die zwischenzeitlich trockengelegt sind. Heute kann man die wieder aufgebaute
„Miste“ für Festivitäten mieten.
Die ländlich geprägten Stadtteile Rheidt-Hüchelhoven und
Büsdorf mit einigen alten Bauernhöfen und Backsteinbauten sind Etappen auf dem
Weg nach Fliesteden. Es geht dabei an der Büsdorfer Mühle vorbei,
die aus dem 17. Jh. stammt. In Fliesteden bietet sich die
Möglichkeit, die sogenannte Unter- und Oberburg aus dem 13. Jh. anzuschauen. Am
Golfplatz und Wasserturm vorbei geht es über eine leicht hügelige Landschaft
nach Glessen. Durch Glessen und weiter am Fuß der Glessener Höhe radeln wir wieder zu unserem
Ausgangspunkt „Hallerhof“ zurück.
Die südliche
Schleife führt von hier über Oberaußem zur Wiedenfelder Höhe,
eine landwirtschaflich rekultivierte Halde des Braunkohlentagebaues, die von
Waldflächen umgeben ist und einen guten Ausblick auf Bergheim und das Jülicher
Land bis tief in die Eifel gewährt. Die Wiedenfelder Höhe bietet einen
Rundkurs, Sie haben aber auch mehrere Möglichkeiten, ihre Fahrt in Richtung
Glesch fortzusetzen. Bei entsprechender Wetterlage und guter Thermik lassen die
Segelflugzeuge am Himmel den nahen Flugplatz erahnen.
Nördlich des Segelflugplatzes befindet sich noch der
Braunkohlen-Tagebau Fortuna-Garsdorf. Die verschiedenen Stufen der
Rekultivierung sind deutlich erkennbar.
In Glesch angekommen fahren wir entweder über
die ausgeschilderte Fahrradstrecke durch die Felder nach Paffendorf oder nehmen
unmittelbar den kurzen Weg entlang der Erft zum Schloßpark Paffendort mit
seinem wunderschönen Schloß. Große Teile des Schlosses dienen der Ausstellung
zur Braunkohle- und Naturgeschichte sowie Archäologie und stehen der
Öffentlichkeit zur Verfügung. Unmittelbar neben dem Schloßpark liegt an der
Kastanienallee eine Minigolfanlage, die sowohl zum Spielen wie
zum Rasten einlädt. Weiter geht es der Erft entlang zur Zievericher MühIe
mit dem Angelpark, ein
ganzjährig bewirtschaftetes Restaurant mit Außengastronomie in idyllischer
Lage. Wer will, kann hier sein Abendessen selbst angeln oder beim Wirt
bestellen, bevor wir über Birkenweg und Kennedystr. Wieder zum Ausgangspunkt
der Bergheimer Acht, dem Aachener Tor gelangen.

In eigener Sache: Leider dürfen wir (aus urheberrechtlichen Gründen) nicht nur die zweifellos bessere Karte der neuen Broschüre „Rund um Bergheim – Bergheimer Acht“ hier nicht einstellen. Insofern und mit Rücksicht auf des Kartelesens unkundige Fahrradfahrer haben wir die alte Wegbeschreibung nach bestem Wissen und Gewissen aktualisiert. Korrekturen eventueller Fehler der Beschreibung bitte an webmaster – Hinweise oder gar Beschwerden wie „ist nicht aktuell“ nutzen gar nichts!
Herztour Pulheim - Le “Tour de
Coeur“ à Pulheim - The “Tour of Hearts“ at Pulheim
Eine Freizeitroute
für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer – auch zum Wandern - rund um das
Stadtgebiet Pulheim.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, Ortsgruppe Pulheim,
und die Stadt Pulheim haben diese Route ausgearbeitet, um unseren
Mitbürgerinnen, Mitbürgern, Fahrradfreundinnen und -freunden aus nah und fern
unsere Stadt und Umgebung näher zu bringen. Es gibt viel Schönes zu erkunden,
sei es die Landschaft, die Natur, Altes und Neues.
Die Beschreibung der Pulheimer Herztour beginnt am neuen
Rathaus in Pulheim, in unmittelbarer Nähe des Pulheimer Bahnhofs. Natürlich
kann die konkrete Rundfahrt an jedem beliebigen Punkt starten. Die Gesamtlänge
beträgt ca. 47 km.
Das neue Rathaus wurde am 11. Juni 1988 eingeweiht; es ist
auf dem ehemaligen Gelände des Canishofes errichtet worden. Ein Teil der
Gebäude vom alten Hof, die aus der Zeit um 1850 stammen, wurden mit dem neuen
Teil des Rathauses in das Gesamtkonzept mit einbezogen, so dass eine wunderbare
Mischung von Alt und Neu entstand.
Vom Parkplatz am Rathaus in Pulheim führt unsere Tour
über die Steinstraße auf den Radweg entlang der K 25 nach Geyen. Dieser Ort
wurde erstmals 962 als Villa Geginia erwähnt. Bereits im 14. Jahrhundert hatte
Geyen einen Rittersitz. Auch die Anlage der Junkerburg stammt aus dieser Zeit.
Nach einem Brand im Jahre 1664 wurde die Burg in der Form, wie sie noch heute
erhalten ist, erbaut.
In Geyen geht es vorbei an der Kirche (2,2 km) und
dem alten Brauhaus nach Sinthern. Auch dieser Ort wurde erstmals 962
urkundlich erwähnt. Der Ort bestand damals aus zwei verschiedenen Ansiedlungen.
Der untere Teil trug den Namen Sintere und der obere mit der Kirche hieß damals
Kirchdorf (Kyrdorp). Erst im 17. Jahrhundert setzte sich der Name Sinthern
durch. Vor der Kirche St. Martinus (1,2 km) fahren wir links in die
Straße Am Birkengraben und in ihrer Verlängerung den Fahrradweg nach
Brauweiler. Entlang der Helmholtzstraße und Kastanienallee und anschließend
links auf den Radweg Mathildenstraße geht es dann nach Freimersdorf (3,3 km).
Freimersdorf wurde erstmals in einer Liste von Gütern
genannt, die 1028 vom Pfalzgrafen Ezzo der Abtei in Brauweiler vermacht wurden.
Vremersdorp, wie es damals hieß, bestand hauptsächlich aus einzelnen Höfen.
Besonders beachtenswert ist am ehemaligen Fronhof die monumentale
Figurengruppe, welche Maria mit dem Kinde flankiert von zwei Engeln darstellt.
Jetzt fahren wir weiter auf einem Wirtschaftsweg (rechts hat
man einen schönen Blick auf die alte Mühle von Brauweiler) bis zur L 183 am
Schlittberg. Rechts folgen wir dem Radweg entlang der L 91 über die Kreuzung
hinaus bis wir nach 200 m links in den Wirtschaftsweg abbiegen, der zum
Staatsforst Ville führt. Am Waldrand halten wir uns rechts und folgen dem
Wanderweg. An seiner höchsten Stelle haben wir einen wunderbaren Blick über das
gesamte Stadtgebiet und bei klarem Wetter kann man sogar weit in das Bergische
Land schauen. Ein Abstecher in den Staatsforst ist zu empfehlen. Nach 600 m
biegen wir rechts ab auf eine Feldstraße, die nach Dansweiler führt.
Dansweiler wurde erstmals in einer Liste von Anno 1028 der Abtei
Brauweiler genannt. Erwähnenswert ist auch ein Kreuz aus Basaltlava, welches am
Rande einer Sandgrube nicht weit entfernt vom alten Forsthaus steht. Es soll an
ein Unglück erinnern, das sich 1849 ereignete. Damals wurde die 27 jährige
Gertrud Dahmen vom Sand verschüttet und erstickte.
Nachdem wir den Ort Dansweiler (5,6 km) mit seiner
alten Bausubstanz durchquert haben, gelangen wir über den Vochemsweg nach Brauweiler.
Bekannt wurde der Ort durch die Benediktinerabtei, die im Jahre 1024
gegründet wurde. Der Ort ist jedoch viel älter als die Abtei, die 1802
aufgelöst wurde. Die Gebäude haben anschließend verschiedenen Zwecken dienen
müssen. Durch umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten wurde schließlich
die Voraussetzung geschaffen, der geschichtsträchtigen Stätte den Charakter
einer Kulturstätte zu geben.
Vorbei an der ehemaligen Abtei (2,6 km) folgen wir
der Straße nach Sinthern. An der Kapelle (1,4 km) geht es links
über die Kreuzstraße und den Manstedtener Weg auf dem Wirtschaftsweg nach Manstedten.
Manstedten wurde erstmals in dem Verzeichnis von Gütern genannt, mit denen
Pfalzgraf Ezzo die Abtei Brauweiler 1028 ausgestattet hatte. Der Ortskern
besteht aus einer Gruppe von alten Gehöften, deren Prunkstück der an der
Büsdorfer Straße gelegene Domhof ist.
In Manstedten (2,0 km) fahren wir weiter auf der
Bergheimer Straße Richtung Pulheim. Nach 500 m biegen wir links auf den
Wirtschaftsweg ein, der uns vorbei am Naturschutzgebiet Ommelstal führt –
vorbei an der (zukünftigen) Pausenstation, die dort aus Spenden der
ADFC-Feierabendtouren errichtet wird. Von der Pause gestärkt geht es bergauf
zur K 20. (Auf dieser Kurzstrecke gibt es die einzige Bergwertung unserer
Tour.) Eine kleines Stück fahren wir nach rechts entlang der Kreisstraße, um
dann links auf einen Wirtschaftsweg nach Ingendorf abzubiegen.
Ingendorf, 1024 als Ingendorp erwähnt, wurde in den
zwanziger und dreißiger Jahren berühmt durch seine Kaltblut-Pferdezucht. Auch
wurde hier die letzte Folge des Fernseh-Kriminalfilms „Das Halstuch“ gedreht.
Leider ist der Hauptdrehplatz, eine große Scheune, vor ein paar Jahren
abgebrannt. Nicht weit von hier befindet sich das Stommeler Freibad, eine
wunderschöne Anlage, die zum Verweilen und Ausspannen einlädt.
Am Ortsende von Ingendorf (5,1 km) geht es rechts
weiter auf einem Wirtschaftsweg, der uns über den Radfernweg R 18, den Radweg
entlang der Venloer Straße und auf weiteren Wirtschaftswegen nach Stommeln gelangen
lässt.
962 wurde Stommeln erwähnt als Besitzung des Stiftes St.
Cäcilien in Köln. Das Zentrum der Stumbele genannten Siedlung war der Herrenhof
und die Kirche St. Martin auf dem Kirchberg. Im Mittelalter war Stommeln der
Sitz des Rittergeschlechtes der von Stommeln.
Über die Bruno- und Nagelschmiedstraße, vorbei am Jüdischen
Friedhof gelangen wir zum Wahrzeichen von Stommeln, der Windmühle (5,0km).
Sie wurde erstmals im 14. Jahrhundert errichtet. 1860 bis 1864 wurde die Mühle
in der heute noch erhaltenen Form erbaut. Zu erwähnen ist auch noch die einzige
aus der Vergangenheit erhaltene Synagoge im gesamten Kreisgebiet an der
Hauptstraße in Stommeln. Seit 1983 wird die Synagoge als Kulturzentrum genutzt.
Von der Mühle aus geht es über die Straße „Auf der Höhe“ und
an deren Ende rechts hinunter in den Ortsteil Stommeler Bruch, und von hieraus
über Wirtschaftswege nach Stommelerbusch (3,7 km).
Stommelerbusch ist der jüngste Ort im Stadtgebiet von
Pulheim. Im 19. Jahrhundert wurde der Ort gegründet . Aus den Wäldern in und um
den Ort wurde damals Holzkohle gebrannt. Außerdem wurden für den Eisenbahnbau
Bahnschwellen
Er ist einer der wenigen erhaltenen Altwälder in der Kölner
Region. Hier sind fast alle einheimischen Gehölze zu finden wie Esche, Buche,
Hainbuche, Linde, Pappel, Ahorn, Eiche und verschiedene Nadelbaumarten. Nach
einem Kilometer durch den Wald biegen wir rechts nach Sinnersdorf ab. In die
entgegengesetzte Richtung lohnt sich ein Abstecher zum Kloster Knechtsteden.
Wir setzen unseren Weg fort, vorbei am Reiterhof Gut
Brüngesrath, am Kölner Randkanal entlang, den wir dann überqueren, um parallel
zu einem 800 m langen Naturlehrpfad mit einheimischen Gehölzen nach Sinnersdorf
zu gelangen. Der Ort selbst wurde erstmals 1233 als Sunrisdorp in einem
Verzeichnis des Kölner Stiftes St. Severin erwähnt. Am Parkweg in Sinnersdorf
gibt es eine seltene Bauform, und zwar wurden die Häuser in sechseckiger Form
im Erdgeschoss verjüngt mit sehr viel Glas erbaut. In der Nähe von Sinnersdorf
befindet sich auch ein Biotop für Wasservögel und Amphibien. Mehr als 32 verschiedene
Gehölz- und Pflanzenarten sorgen dafür, dass sich selten gewordene Vogelarten
hier ansiedeln. Damit die Vogel-, Tier- und Pflanzenwelt sich in Ruhe und ohne
Störung entwickeln kann, ist das Biotop nicht zugänglich.
Über die Wupper- und die Erftstraße geht es vorbei am Kreisverkehr
(8,5 km) und von der Rurstraße rechts auf die Feldstraße nach Orr, dem
kleinsten Ortsteil Pulheims. Orr besteht aus zwei großen Hofgütern, dem
Heinenhof und dem Kriegshof. Außerdem gibt es noch das Haus Orr mit dem dazugehörigen
Wald, dem Orrer Busch. 1838 wurde das Herrenhaus erbaut. Dazu gehörte damals
auch ein weitläufiger Garten im englischen Stil mit einem großen Weier, auf dem
man Kahn fahren konnte. Heute ist dies alles verschwunden. Geblieben ist nur
noch eine Ruine. Schade!
Von Orr (2,2 km) aus begeben wir uns über die Orrer
Straße, Witschgasse und Blumachergasse auf die letzen Kilometer der 47 km
langen Strecke.
Wir radeln entweder bis zum Marktplatz oder wieder zum Pulheimer Rathaus (3,2 km) und beenden unsere Pulheimer Herztour.

Wem diese Darstellung zu grob ist (mit Rücksicht auf die
Downloadzeiten so gehalten) – auf www/pulheim.de
gibt es seit der Renovierung leider nur noch die Wegbeschreibung – keine Karte
mehr: Faltblatt bei der Stadt anfordern oder GPS-Track anfordern: Bitte
beachten Sie, dass Sie mit der mail-Anforderung ausdrücklich auf sämtliche
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