Wer verkehrt verkehrt
immer mehr Menschen tun es -
sie steigen auf´s Rad. Weil es nicht nur umweltfreundlich und kostengünstig, sondern
auch noch gesund ist und Spaß macht. Die notwendige Sicherheit ist dabei nur zu
erreichen, wenn alle an einem Strang ziehen. Auf Radwegen und im Straßenverkehr
hilft gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme allen Beteiligten. Wo Sie
besonders dazu beitragen können, sehen Sie in dieser Straßenszene und bei den
Tipps für den Verkehrsalltag.

1 Beim Fahren auf
der Fahrbahn zusammen mit den Autos müssen Rad fahrer sich umsichtig und
insbesondere voraussehbar für Autofahrer verhalten. Eine geradlinige Fahrweise
mit Abstand zu parkenden Autos oder dem Bordstein schafft Sicherheit.
2 Beim Überholen von Radfahrern ist der Sicherheitsabstand äußerst
wichtig. Nur bei ausreichendem seitlichen Abstand ist gewährleistet dass ein
plötzliches Ausweichen des Radfahrers bei Hindernissen nicht zum Unfall führt.
4 Wollen Autofahrer nach rechts abbiegen, so ist der Schulterblick nach
rechts ein Muss. Denn nur dadurch lassen sich Gefahren durch den toten Winkel
vermindern. Beim Warten an der Ampel ist für Radfahrer besondere Vorsicht bei
Lkw und Bussen geboten.
9 Auf guten Radwegen, die ausreichend breit sind und mit ebener Oberfläche
zu zügiger Fahrt einladen, fühlen sich Radfahrer oft zu sicher. Denn hinter
parkenden Autos oder Büschen sind sie für Autofahrer oft nur schwer zu
erkennen.
10 An Grundstücksein- und -ausfahrten lauert Gefahr: Autofahrer müssen
hier den Radfahrern Vorfahrt gewähren und dürfen deren Weiterfahrt nicht
behindern, wenn sie z. B. quer über den Radweg stehend darauf warten, in den
fließenden Verkehr einzubiegen.
11 Bei einmündenden Straßen sind Radfahrer auf Radwegen besonders
gefährdet. Rechts in die einmündende Straße einbiegende Autofahrer sollten sich
durch den Schulterblick vergewissern, dass sie beim Abbiegen keine Radfahrer
gefährden.
12 Die sich plötzlich öffnende Beifahrertür kann zum gemeinsamen
Verhängnis werden. Schulterblick und das Öffnen der Tür mit der linken Hand
vermeiden Unfälle. Radfahrer haben einparkende Autos vorausschauend im Blick
und ihre Gesundheit im Griff.
14 Gutes und sicheres Fahren auf Radwegen ist nur dort möglich, wo es
keine Hindernisse gibt. Deshalb ist Parken und auch nur kurzes Halten von Autos
auf Radwegen verboten.

3 Das
plötzliche Türöffnen auf der Fahrerseite kann Radfahrer zu Fall bringen.
Deshalb: als Autofahrer in den Rückspiegel schauen oder mit Schulterblick
versichern, dass kein Radfahrer kommt. Als Radfahrer Abstand halten und mit
Überraschungen rechnen.
5 Bevor Radfahrer sich zum Linksabbiegen einordnen, ist es wichtig, nach
hinten zu blicken und eindeutige Handzeichen zu geben.
6 Der Radfahrstreifen bietet große Vorteile: Der Radfahrer fährt nicht
versteckt hinter parkenden Autos, sondern wird von Autofahrern beim Heranfahren
an die Kreuzung oder beim Warten gut gesehen. Damit dies auch für den
Kreuzungsbereich gilt, müssen markierte Radverkehrsfüh- rungen benutzt werden.
7 Radfahrstreifen sind ebenso wie Radwege ausschließlich den Radfahrern
vorbehalten und dürfen von Autos nicht befahren werden, auch nicht zum Parken
oder Halten.
8 Schutzstreifen bieten Radfahrern eine gute Fahrmöglichkeit. Autos
dürfen die Markierung nur bei Bedarf überfahren (z. B. bei Gegenverkehr von
Bussen); eine Gefährdung von Radfahrern ist dabei auszuschließen.
13 Auch Fußgänger kommen manchmal dem Radweg sehr nahe, besonders dort,
wo wenig Raum zur Verfügung steht, wie z. B. in vielen Geschäftsstraßen. Gute
Radfahrer warnen schon vorher durch freundliches Klingeln und fahren langsam an
Fußgängern vorbei.
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